Feiertagsgefahren für Papageien: Lametta, Kerzen & Co. meiden

· von Olivia Moreau · 4 Min. Lesezeit

Feiertagsgefahren für Papageien: Lametta, Kerzen & Co. meiden

Weihnachten mit Papagei: Wo die Gefahren wirklich lauern

Kerzenschein, Tannenduft, ein voller Esstisch: Für uns Menschen ist das die gemütlichste Zeit des Jahres. Für einen Papagei im Haushalt sieht die Rechnung anders aus. Zwischen Lametta, offener Flamme und Gänsebraten verstecken sich Gefahren, die viele Halter schlicht unterschätzen, manche davon lebensbedrohlich. Wer vorher weiß, worauf er achten muss, erspart sich und seinem Vogel eine Menge Stress, im schlimmsten Fall sogar einen nächtlichen Tierarztbesuch.

Warum ausgerechnet die Feiertage so riskant sind

Papageien untersuchen ihre Welt mit dem Schnabel, so sind sie nun mal gebaut. Alles, was glänzt, raschelt oder neu im Raum steht, wird inspiziert, und zwar meistens durch Anbeißen. Lametta, Christbaumkugeln, Geschenkband: für den Vogel ist das alles potenzielles Spielzeug. Erschwerend kommt hinzu, dass die Atemwege von Vögeln viel empfindlicher reagieren als unsere, Gase und Dämpfe, die wir kaum wahrnehmen, können bei ihnen innerhalb von Minuten zu Atemnot führen. Neugier plus diese physiologische Zerbrechlichkeit, das ist genau die Mischung, die Dezember zur gefährlichsten Zeit im Papageienjahr macht.

Lametta und Glitzerdeko: harmlos aussehend, tückisch im Effekt

Diese dünnen, glänzenden Fäden sehen aus wie das perfekte Spielzeug. Genau das ist das Problem.

Praktischer Tipp: Hat Ihr Papagei Freiflug in der Wohnung, verzichten Sie lieber ganz auf Lametta. Falls es doch sein muss: nur in einem Raum, zu dem der Vogel keinen Zutritt hat, Tür zu, fertig.

Kerzen und offenes Feuer

So gemütlich eine brennende Kerze auch wirkt, für gefiederte Mitbewohner ist sie ein echtes Risiko.

Die unkomplizierte Alternative: LED-Kerzen oder Lichterketten außer Reichweite bringen die gleiche Stimmung, ohne das Risiko. Niemand merkt den Unterschied, außer vielleicht Ihr Papagei, der das Jahr unbeschadet übersteht.

Festessen: Was auf keinen Fall im Vogelnapf landet

Vieles, was auf dem Weihnachtsteller glänzt, ist für uns ein Genuss und für den Papagei schlicht Gift.

Absolute Tabus

Vorsicht ist geboten bei

Statt dem Vogel heimlich einen Bissen vom Festtagsteller zuzustecken, lohnt sich ein eigener kleiner Teller: ein Stück ungesüßter Kürbis, etwas rote Paprika, ein Blatt Grünkohl. Der Papagei fühlt sich einbezogen, ohne Risiko.

Weitere Feiertagsrisiken, die leicht übersehen werden

Checkliste für feiertagssichere Papageienhaltung

Fazit

Mit ein wenig Vorausplanung lassen sich die meisten Risiken der Feiertage vermeiden, ganz ohne großen Aufwand. Kerzen durch LED ersetzen, Lametta weglassen, den Festtagsteller für sich behalten und dem Vogel eine ruhige Ecke gönnen: Mehr braucht es oft nicht. So bleibt die Weihnachtszeit das, was sie sein soll, auch für den gefiederten Mitbewohner entspannt und ohne Zwischenfälle.

#Papageien#Feiertagssicherheit#Vogelgesundheit#Weihnachten#Haustiere